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Museumsuferfest & Tag des offenen Denkmals: Trotz Regen kamen 350 Besucher nach Romrod (mit Fotogalerie)

Als die Kita-Kinder am Sonntagmittag auf dem Museumsuferfest sangen, hatten sie – na klar! – wieder ihr „Gute Laune“-Lied dabei. Man hätte es dieses Jahr durchaus etwas umtexten könnten, und zwar so: „Wir hatten gestern gutes Wetter, haben morgen gutes Wetter, aber heute regnet’s einfach überall“. Ein wenig Glück hatten die Romröder und ihre Besucher aus Nah und Fern dann aber doch: Anderthalb, zwei Stunden blieb es einigermaßen trocken, aber zu Beginn und zum Ende des Museumsuferfests beherrschten Regenjacken und Regenschirme das Bild.

➡️ Hier geht’s zur Fotogalerie des Museumsuferfests in Romrod 2026

Trotz Regen kamen 350 Besucherinnen und Besucher

Rund 350 Besucherinnen und Besucher säumten die Stände und Vorführungen rund ums Schlossmuseum, Schlossgasse und Schlossgarten. Den meisten Andrang gab’s natürlich bei den Aufführungen im Hof zwischen Museum und Alter Schmiede, beim Würstchen- und Pommes-Stand der Sportfreunde, beim Kaffee und Kuchen der Zeller Landfrauen und bei den Führungen durchs Schloss und der Alten Gendarmerie. Die rund 20 Ausstellerinnen und Aussteller des Handwerkermarkts und das halbe Dutzend Flohmarkt-Beschicker dürften hingegen mehr Aufwand als Geschäft gehabt haben – es war halt wirklich zu ungemütlich, kein Wetter zum Flanieren oder Verweilen, nicht im Geringsten. War das Museumsuferfest in den vergangenen Jahren immer ein herrlicher Sommerabschied, so war es dieses Jahr eher ein Herbstauftakt.

So oder so: Zwischen Schlossmuseum und Schmiede fanden auch in diesem Jahr wieder die Aufführungen statt. Gegen halb zwölf begrüßten Bürgermeister Hauke Schmehl und Elena Kelbassa vom Bürgerbüro die ersten Gäste, danach sangen die Kita-Kinder, im Anschluss tanzten die Landmädchen der Landfrauen Zell – der Applaus nicht nur der stolzen Eltern war beiden gewiss! Außerdem wurden die besten Stadtradler geehrt. Stadtoberhaupt Hauke Schmehl durfte im Schlossmuseum nicht zuletzt Romröder Neubürgerinnen und Neubürger willkommen heißen.

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Tag des offenen Denkmals: Führungen an der Alten Gendarmerie

Neben der obligatorischen Schlossführung stießen die beiden Führungen an der Alten Gendarmerie auf großes Interesse. Jeweils rund 40 Personen folgten der Einladung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die die Gendarmerie zum „Tag des offenen Denkmals“ öffnete und das Sanierungskonzept erläuterte. Während der Führungen informierten Fachleute aus Planung, Denkmalpflege und Handwerk über die laufenden Baumaßnahmen, traditionelle Konstruktionen sowie den sachgerechten Umgang mit historischen Materialien und den Spuren vergangener Jahrhunderte.

Der zweigeschossige Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach entstand im Kern Mitte des 18. Jahrhunderts und gehört zu den bedeutenden Nebengebäuden des Schlossensembles Romrod. Im Laufe seiner Geschichte diente das Gebäude unter anderem als Wohnhaus des Schloss-Vorwerks, als Rentamt, Obereinnehmerei sowie als Dienstwohnung großherzoglicher Beamter. Seinen heutigen Namen verdankt es der Nutzung als Polizeistation im 20. Jahrhundert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat das Objekt in ihr Eigentum übernommen, um seinen dauerhaften Erhalt zu sichern.

Zukünftig erhält die Alte Gendarmerie eine neue, zentrale Funktion für die Stadt: Um die Kita um die Fläche des jetzigen Rathauses erweitern und modernisieren zu können, zieht die Stadtverwaltung 2029/2030 in das historische Gebäude um. Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich Ende Juni einstimmig für die Anmietung der dann renovierten Gendarmerie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für einen Zeitraum von 25 Jahren entschieden.

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