Erntedankfest der Kita in der Schlosskirche & 40jähriges Kita-Jubiläum von Bärbel Weber
Von Rike Greb & Claudia Hahn
Ein besonderer Erntedankgottesdienst mit vielen kleinen und großen Gästen fand dieser Tage in der Schlosskirche in Romrod statt. Alle Kinder der evangelischen Kita waren gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften sowie ihren Familien und weiteren Gästen eingeladen. Besonders erfreulich war, dass viele Eltern der Einladung gefolgt waren. Gestaltet wurde der Gottesdienst von einem Teil des Kita-Teams der evangelischen Kindertagesstätte in Romrod, die gemeinsam mit Pfarrerin Simona Janssen die Liturgie, die kindgerecht und den Kindern durch die wöchentlichen Andachten bekannt ist, gestalteten. Viele Kinder hatten von zu Hause Erntegaben mitgebracht, mit diesen wurde dann der Altar wunderschön bunt und vielfältig von den Kindern geschmückt.
Ein Gottesdienst im Zeichen der Sonnenblume
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Geschichte der Sonnenblume. Anschaulich wurde erzählt und dargestellt, was eine Sonnenblume zum Wachsen braucht: Erde, Wasser, Licht und Wärme. Die Kinder verfolgten, wie die Sonnenblume immer größer wurde und von Regen, Sonne und Wind zum Wachsen gebracht wurde. Doch hinter all diesen Dingen steckt noch mehr. Gott schenkt uns, was wir zum Leben brauchen, und lässt die Natur wachsen und gedeihen. So wurde die Sonnenblume zu einem schönen Symbol für Dankbarkeit, Vertrauen und die Fürsorge Gottes.
Pfarrerin Simona Janssen bezog die Kinder aktiv in den Gottesdienst ein und fragte sie, was sie morgens sehen, wenn sie aufwachen. Die Kinder erzählten von den Dingen, die ihnen im Alltag begegnen und über die sie sich freuen. Gemeinsam wurde deutlich, wie viele Gründe es gibt, dankbar zu sein – für die Familie, das Essen, die Natur, das Zuhause und die Menschen, die uns begleiten.
In den Fürbitten wurde auch an diejenigen gedacht, denen es nicht so gut geht, die nicht alles haben oder denen wichtige Dinge zum Leben fehlen. Auch diese Menschen brauchen Unterstützung, Hoffnung und Zuversicht. Damit wurde deutlich, dass Erntedank nicht nur bedeutet, für das eigene Glück dankbar zu sein, sondern auch, die Not anderer wahrzunehmen und miteinander zu teilen.
Bärbel Weber seit vier Jahrzehnten in der Kita
Ein besonders bewegender Moment war der Dank an Bärbel Weber (Teil des Leitungsteams seit 2018) , die auf 40 Jahre engagierte Arbeit zurückblicken kann. Vier Jahrzehnte lang hat sie Kinder begleitet, sie beim Großwerden unterstützt, getröstet, ermutigt und ihnen wichtige Werte mit auf den Weg gegeben. Dass einige der heute anwesenden Eltern selbst einst zu ihren Kindergartenkindern gehörten, machte diesen Anlass besonders eindrucksvoll. Es zeigte, wie nachhaltig ihre Arbeit wirkt und wie viele Menschen sie über Generationen hinweg geprägt hat.

Der Erntedankgottesdienst verband auf schöne Weise den Dank für die Gaben der Natur mit der Dankbarkeit für Menschen, die unser Leben bereichern. Die Geschichte der Sonnenblume erinnerte daran, dass jedes Wachstum gute Bedingungen und liebevolle Begleitung braucht. So wie Gott uns vieles schenkt, brauchen auch Kinder Menschen, die ihnen Zeit, Wärme und Geborgenheit geben. Zum Zeichen des Dankes überreichten die Kinder aus den 5 Kindergruppen eine handgefertigte Sonnenblume, die nicht welkt, da sie aus Wolle war.
Mit vielen schönen Eindrücken und dem Segenslied „Sei behütet“ ging ein festlicher Gottesdienst zu Ende. Er machte deutlich, wie wichtig Gemeinschaft, Nächstenliebe und Dankbarkeit sind – nicht nur am Erntedankfest, sondern an jedem Tag des Jahres.
Feierstunde zum Abschluss
Im Anschluss kamen die geladenen Gäste zu einer kleinen Feierstunde in den Vorraum der Kirche zusammen, um das außergewöhnliche Jubiläum zu würdigen. Bei Kaltgetränken und einer Auswahl an Häppchen gratulierten die ehemalige Kitaleitung Edith Hasenpflug, die Vorsitzende der MAV, Petra Jahnel, Bürgermeister Hauke Schmehl, Vertreter des Elternbeirates und Fördervereins der Kita sowie Pfarrerin Simona Janssen für den evangelischen Kirchenvorstand, der Geschäftsführer der GüT, Christoph Frenk, und natürlich die Familie der Jubilarin. Alle würdigten die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und überreichten persönliche Geschenke. Bei guten Gesprächen und kulinarischen Kleinigkeiten klang die Jubiläumsveranstaltung in gemütlicher Runde aus.

