Skip to content Skip to main navigation Skip to footer

B49 sieben Stunden gesperrt: Erneuter Waldbrand fordert Einsatzkräfte bis in die Morgenstunden

Von Volker Schwenzfeier / Fotos: Björn Preuß von Brincken

Als die Sirene gestern Abend gegen 22.30 Uhr hallte, mag mancher gedacht haben: „Schon wieder?“ Denn erst wenige Stunden zuvor, als vielerorts ausgelassen noch der 1. Mai gefeiert wurde, hatten die Feuerwehren der Stadt Romrod in einem Waldstück an der B49 einen Flächenbrand gelöscht. Und tatsächlich wurden die Wehren aus allen Ortsteilen nochmals in den Bereich zwischen Romrod und Alsfeld alarmiert – es brannte erneut an nahezu der gleichen Stelle. Für die Einsatzkräfte entwickelte sich daraus ein umfangreicher und lang andauernder Einsatz, der bis in den heutigen Samstagmorgen andauerte.

Zahlreiche Nachbarwehren im Einsatz

Alle Feuerwehren der Stadt Romrod waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch zahlreiche Kräfte aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus. Mit vor Ort waren unter anderem die Feuerwehren Alsfeld, Mücke, Schwalmtal, Ulrichstein, Lauterbach und Grünberg. Die Feuerwehren Kirtorf und Grebenau unterstützten jeweils mit einem Katastrophenschutzzug. Die Feuerwehr Alsfeld war zusätzlich mit dem Einsatzleitwagen 1 und dem Gerätewagen Licht eingebunden. Ebenfalls im Einsatz waren Kreisbrandinspektor Marcell Büttner, zwei Kreisbrandmeister, der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises sowie das DRK mit Drohnenstaffel und Betreuungszug. Auch die Polizei war vor Ort und sperrte die B49. Die Bundesstraße blieb über sieben Stunden gesperrt. In Summe waren über 100 Helfer vor Ort.

Die Lage war für die Einsatzkräfte besonders anspruchsvoll. Bereits am Nachmittag waren viele Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner an nahezu gleicher Stelle im Einsatz gewesen. Am Abend mussten zahlreiche Kräfte erneut ausrücken. Ein Teil der Einsatzkräfte blieb bis in die Morgenstunden an der Einsatzstelle, um die Brandstelle weiter zu kontrollieren und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Bürgermeister Hauke Schmehl machte sich vor Ort selbst ein Bild der Lage und sprach persönlich mit den Einsatzkräften. Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Björn Müller bezeichnete die Lage als besondere Herausforderung für die Feuerwehren der Schlossstadt: „Zum zweiten Mal innerhalb weniger Stunden mussten wir an dieser Stelle tätig werden. Das kostet personelle Ressourcen und fordert auch unser Material erheblich. Umso wichtiger ist es, dass die Zusammenarbeit mit allen eingesetzten Kräften zuverlässig funktioniert.“

Nacharbeiten dauern noch Tage

Auch nach dem eigentlichen Einsatz ist die Arbeit für die Feuerwehr noch nicht beendet. Fahrzeuge müssen gereinigt, Schläuche geprüft, Material ergänzt und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden. Gerade bei einem Waldbrand werden Ausrüstung und Technik stark beansprucht. Dazu kommen Dokumentation, Nachbereitung und gegebenenfalls Ersatzbeschaffungen. Diese Arbeiten laufen im Hintergrund, sind aber wichtig, damit die Feuerwehr beim nächsten Alarm wieder zuverlässig helfen kann. Die Nacharbeiten werden deshalb noch mehrere Tage andauern.

Ein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die nach nur kurzer Ruhepause erneut ausgerückt sind und über viele Stunden gearbeitet haben. Ebenso gilt der Dank den Angehörigen der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Gerade an einem Feiertag bedeutet ein solcher Einsatz, dass Familien spontan auf gemeinsame Zeit verzichten müssen. In diesem Fall betraf das nicht nur Romrod, sondern Einsatzkräfte aus dem ganzen Kreisgebiet und darüber hinaus.

Zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Polizei war vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Mehr im Internet

Zurück zum Anfang