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Falsche Polizeibeamte im Vogelsbergkreis unterwegs

Am gestrigen Dienstag (27.10.) trieben bislang Unbekannte im Vogelsbergkreis ihr Unwesen und gaben sich am Telefon als „Polizeibeamte aus“. Unter Vorwänden wie „beim Nachbarn wurde eingebrochen“ oder „Wir bringen ihre Wertgegenstände in Sicherheit“ versuchen sie ahnungslose Opfer, um ihre Wertgegenstände zu bringen. Aufgetreten sind die Täter in Maulbach (Homberg/Ohm), Merlau (Mücke), Schlitz und Blitzenrod (Lauterbach).

Bei der Masche der sogenannten „Falschen Polizeibeamten“ ruft meist eine Rufnummer mit örtlicher Vorwahl, manchmal sogar dem ersten Anschein nach die 110, an. Der Anrufer stellt sich als Polizeibeamter einer örtlichen Dienststelle vor. Jedoch kann die Notrufnummer 110 nur angerufen werden und darf daher nicht auf dem Display des Telefons erscheinen. Mittels sogenanntem „Call-ID-Spoofing“ können Betrüger jedoch tatsächlich jede frei gewählte Rufnummer auf dem Telefondisplay ihrer Opfer anzeigen lassen.

Call-ID-Spoofing (auch als Caller-ID-Spoofing bekannt) ist eine Technik, bei der Anrufer absichtlich falsche Informationen auf dem Display des angerufenen Telefons anzeigen lassen. Statt der echten Telefonnummer oder des tatsächlichen Namens des Anrufers erscheint auf dem Bildschirm eine manipulierte Nummer. Das können beliebige Nummern sein – von einer lokalen Vorwahl, um Vertrauen zu erwecken, bis hin zu offiziellen Hotlines von Banken, Behörden oder eben der Polizei.

Die dreisten Betrüger teilen dann einen Sachverhalt mit, der bei den Angerufenen oftmals große Sorge auslöst: Einbrecher seien in der Nachbarschaft unterwegs oder ein Angehöriger sei nach einem Verkehrsunfall festgenommen worden. Das Ziel der Betrüger ist jedoch immer dasselbe: In äußerst geschickt geführten Telefongesprächen versuchen sie ihre Opfer dazu zu bringen, Wertsachen und Geld zusammenzutragen und an vereinbarten Örtlichkeiten abzulegen oder zu übergeben. Sobald die Vermögenswerte greifbar und ein Ablage- oder Übergabeort vereinbart wurde, kommt eine Person persönlich vorbei, um die Wertgegenstände abzuholen.

Tipps der Polizei

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Polizeibeamter beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Rufen Sie die Polizei an.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.

Hinweise über verdächtige Wahrnehmungen, Personen oder auch Autos bitte an die Polizeistation Alsfeld unter der Telefonnummer 06631/974-0, Polizeistation Lauterbach unter der Telefonnummer 06641/971-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.

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