Tag des offenen Denkmals: Einblicke in die Sanierung der „Alten Gendarmerie“
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Date
13. September 2026
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Time
12:00 - 15:00
Zum „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 13. September 2026, öffnet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Alte Gendarmerie am Schlosspark in Romrod. Interessierte erhalten dabei die seltene Gelegenheit, das Bauwerk während der laufenden Sanierung zu besichtigen und den Prozess der Denkmalerhaltung direkt vor Ort nachzuvollziehen. Etwa 60-minütige Führungen finden um 12 Uhr und um 14 Uhr statt. Am gleichen Tag und nur einen Steinwurf entfernt findet auch das beliebte Museumsuferfest in Romrod statt.
Wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mitteilt, muss aufgrund der erheblichen Schäden ein Großteil des Fachwerks im Erdgeschoss (siehe Foto) erneuert werden. Die Führungen konzentrieren sich daher schwerpunktmäßig auf die baulichen Herausforderungen, die Schadensbilder und die denkmalgerechte Sanierung. Die Bau- und Nutzungsgeschichte des Gebäudes wird dabei nur in einem begrenzten Umfang thematisiert. Hinzu kommt, dass das Gebäude aus statischen Gründen derzeit nicht betreten werden kann. Die Führungen finden ausschließlich im Außenbereich statt.
Bewegte Geschichte: Schloss-Vorwerk, Rentamt, Polizeistation
Während der Führungen informieren Fachleute aus Planung, Denkmalpflege und Handwerk über die laufenden Baumaßnahmen, traditionelle Konstruktionen sowie den sachgerechten Umgang mit historischen Materialien und den Spuren vergangener Jahrhunderte.
Der zweigeschossige Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach entstand im Kern Mitte des 18. Jahrhunderts und gehört zu den bedeutenden Nebengebäuden des Schlossensembles Romrod. Im Laufe seiner Geschichte diente das Gebäude unter anderem als Wohnhaus des Schloss-Vorwerks, als Rentamt, Obereinnehmerei sowie als Dienstwohnung großherzoglicher Beamter. Seinen heutigen Namen verdankt es der Nutzung als Polizeistation im 20. Jahrhundert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat das Objekt in ihr Eigentum übernommen, um seinen dauerhaften Erhalt zu sichern.
Stadtverwaltung zieht 2029/2030 in die Gendarmerie
Zukünftig erhält die Alte Gendarmerie eine neue, zentrale Funktion für die Stadt: Um die Kita um die Fläche des jetzigen Rathauses erweitern und modernisieren zu können, zieht die Stadtverwaltung voraussichtlich 2029/2030 in das historische Gebäude um. Die Stadtverordnetenversammlung hat sich Ende Juni einstimmig für die Anmietung der dann renovierten Gendarmerie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für einen Zeitraum von 25 Jahren entschieden, was eine kostengünstige und flächenschonende Alternative zu einem Neubau darstellt. Vor drei Jahren – siehe nachstehende Fotos – konnten Besucherinnen und Besucher des Museumsuferfests schon einen Blick in die Alte Gendarmerie nebst zugehörigen Seitengebäuden (ehemaliger Pferdestall) werden. Im November 2023 wurde der Plan zudem im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt, siehe Präsentation (PDF-Download).



