Gründung der Landfrauen Zell
Eigentlich ging’s ums Gefrierhaus. Aus Alsfeld war Ilse Riechers, Hauswirtschaftslehrerin an der Landwirtschaftsschule, nach Zell gekommen, wahrscheinlich um über die Nutzung der Gefrierfächer in Alsfeld zu informieren. Am gleichen Abend entstand der Zeller Landfrauenverein – und noch am Gründungsabend traten 33 Frauen dem neuen Verein bei. Erste Vorsitzende wurde Irmgard Wenzel, Stellvertreterin Elisabeth Grieß.
Irmgard Wenzel bleibt Vorsitzende
1970 wird der Vorstand gewählt. Das Amt der Vorsitzenden bleibt bei Irmgard Wenzel, ihre Stellvertreterin wird Erika Reuber.
Fast-Auflösung mangels Vorsitz
Nachdem zunächst keine neue Vorsitzende gefunden wurde, steht zeitweise eine Auflösung des Vereins im Raum. Bei einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung übernimmt Gudrun Ermel schließlich den Vorsitz. Stellvertreterin wird Eleonore Hansel, die das Amt schon Jahre zuvor ausgeübt hatte.
Teilnahme am ersten Romröder Weihnachtsmarkt
Der beliebte Romröder Weihnachtsmarkt startete 1991 infolge einer Initiative des damaligen Bürgermeisters Rudi Marek. 15 Vereine und Gruppen nahmen teil, freilich auch die Landfrauen. Seither waren sie auf jedem Weihnachtsmarkt vertreten – natürlich auch mit köstlichen Plätzchen! Übrigens: Bei der Nachbesprechung des vierten Romröder Weihnachtsmarktes 1995 ging es auch um die Frage, ob der seinerzeit eintägige Weihnachtsmarkt auf zwei Tage ausgedehnt werde. Nicht alle waren dafür, aber die Landfrauen sehr wohl.
Ingrid Sperhake wird Vorsitzende
2001 übernimmt Ingrid Sperhake den Vorsitz der Zeller Landfrauen; Elke Müller wird stellvertretende Vorsitzende. Das Duo führt den Verein 15 Jahre lang.
Katharina Kornmann wird neue Vorsitzende
Katharina Kornmann wird neue Vorsitzende. Den stellvertretenden Vorsitz übernimmt Sabrina Saupe. Beide führen die Zeller Landfrauen bis heute.
„Landmädchen“ werden gegründet
Im Oktober gründen die Landfrauen ihre Nachwuchsorganisation: die „Landmädchen“. Die Gruppe ging aus den Gardetänzerinnen der „Flauschipops“ hervor – für die brauchte man nämlich eine ordentliche Versicherung. 2016 mit 20 Landmädchen gestartet, gehören der Gruppe heute fast 50 Mädchen an.
Frühstück „to go“ während der Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie legt auch das Vereinsleben der Landfrauen lahm – das Neujahrsfrühstück fällt aus. 2021 und 2022 machen die Landfrauen aus der Not eine Tugend und bieten das „Neujahrfrühstück to go“ an: Mitglieder erhalten eine reichhaltige Frühstückstüte vor die Haustüre gestellt. 2023 (Foto) konnte wieder regulär gefrühstückt werden.
1200 Jahre Zell mit jeder Menge Kuchen
Zell feiert sein 1200jähriges Bestehen – mittendrin statt nur dabei: die Landfrauen! Das ist ganz wörtlich zu verstehen, denn neben vielen Organisationsaufgaben wurden noch mehr Salze- und Blechkuchen gebacken und zentral auf der Festmeile in der Ludwigstraße serviert.
65jähriges Vereinsjubiläum
Der Zeller Landfrauenverein blickt auf 65 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Mit insgesamt rund 156 Landfrauen und Landmädchen sind die Landfrauen heute der zweitgrößte Ortsverein im Bezirk Alsfeld. Gefeiert wird im kleinen Kreis am Vereinsheim – mit vielen Gesprächen und Erinnerungen und (na klar) Kuchen!