Lesung mit Musik: „Ich habe Licht gebracht! Louise Otto – eine deutsche Revolutionärin“ mit Anja Zimmer
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Date
27. September 2026
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Time
14:00 - 17:00
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Ehemalige Synagoge Romrod
Alsfelder Straße 1, 36329 Romrod
Der Heimat- und Kulturverein lädt am Sonntag, 27.September, um 14 Uhr zu einer Lesung mit Musik ein. Anja Zimmer stellt ihren Roman „Ich habe Licht gebracht! Louise Otto – eine deutsche Revolutionärin“ in der ehemaligen Synagoge Romrod vor.
„Ich habe Licht gebracht!“, ruft die fünfjährige Louise Otto, als sie zum ersten Mal eines der neuen Schwefelhölzchen entzünden darf.
„Licht bringen“ – dieser Vorsatz zieht sich durch Louises Leben wie ein roter Faden. Während viele von Freiheit träumen, herrschen in Deutschland Mitte des 19. Jahrhunderts Polizeiwillkür, Zensur und extreme soziale Ungleichheit. Obwohl es streng verboten ist, Missstände auch nur anzusprechen, wirft Louise in ihren politischen Gedichten und Artikeln immer wieder Schlaglichter auf die entsetzlichen Lebensumstände des Industrieproletariats. Mit ihren Romanen avanciert sie bald zu einer der bekanntesten Autorinnen ihrer Zeit und wird als »Lerche des Völkerfrühlings« gefeiert.
Hoffnung auf Demokratie bringt die Revolution, die im März 1848 ihren Anfang nimmt. In dieser Aufbruchstimmung schafft Louise für Frauen ein Netzwerk der Solidarität und gründet die erste Frauenzeitung Deutschlands. Einen Unterstützer findet sie in dem Revolutionär August Peters, mit dem sie bald mehr als eine Freundschaft verbindet.
Doch die Gegenrevolution lässt nicht lange auf sich warten: Als der Dresdener Maiaufstand niedergeschlagen wird, sieht sich Louise Bespitzelungen und Verhören ausgesetzt. Ihre Welt verfinstert sich vollends, als sie erfährt, dass August Peters Gefangener der preußischen Armee ist…
Anja Zimmer beschreibt das Leben der Schriftstellerin und Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung Louise Otto-Peters (1819–1895) in einem spannenden Roman (ISBN 9783867294003) und zeigt, dass viele von Louises Forderungen nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.
Umrahmt wird die Lesung von Spottliedern der Vormärzzeit mit Erika Drogi-Haas (Sopran) und Frank Glabian (Gitarre, Bass).
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
