Skip to content Skip to main navigation Skip to footer

Realitätsnahe Übung: Feuerwehreinsatzkräfte testeten moderne Rettungsgeräte am Fahrzeug

Von Volker Schwenzfeier

Beim jüngsten Übungsabend der Einsatzabteilung Romrod stand die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen im Mittelpunkt. Dabei geht es um Einsatzlagen, bei denen Menschen nach einem Unfall möglichst schonend und sicher aus Fahrzeugen befreit werden müssen. Der stellvertretende Wehrführer Lukas Ziegler hatte für den Übungsabend eine Produktpräsentation mit moderner Rettungstechnik der Firma Holmatro organisiert. Die 112 STORE GmbH stellte dafür verschiedene Vorführgeräte zur Verfügung, die von den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern ausgiebig getestet werden konnten.

Neben der Einsatzabteilung Romrod nahm auch eine Gruppe der Einsatzabteilung Zell an der Übung teil. Zudem waren einige Kameraden aus Nieder-Breidenbach dabei, darunter auch Oliver Becker, Gerätewart der Feuerwehren der Stadt Romrod. Für ihn standen neben der praktischen Anwendung auch organisatorische Fragen im Mittelpunkt, etwa zu Akkulaufzeiten, Wartung, Lebensdauer und dem laufenden Betrieb solcher Geräte. Diese Fragen konnten im direkten Austausch mit Julia Koppenhöhl von der 112 STORE GmbH beantwortet werden.

Geübt wurde sehr praxisnah an einem Fahrzeug. Ein besonderer Dank galt daher Mathis Hartmann und dem Autohaus Hartmann aus Alsfeld. Das Autohaus stellte ein Fahrzeug für die realistische Übung bereit, brachte es nach Romrod und kümmerte sich nach dem Übungsabend auch wieder um den Abtransport. Dadurch konnten die Einsatzkräfte unter wirklichkeitsnahen Bedingungen arbeiten und die Geräte direkt am Fahrzeug ausprobieren.

Im Mittelpunkt standen moderne akkubetriebene Rettungsgeräte. Dazu gehören zum Beispiel Schere, Spreizer und Rettungszylinder, mit denen bei schweren Verkehrsunfällen Fahrzeugteile geöffnet, bewegt, gedrückt oder entfernt werden können. Ebenfalls vorgestellt wurde das vielseitige Allzweckwerkzeug T1, das verschiedene Funktionen in einem Gerät vereint und dadurch besonders für erste Maßnahmen an der Einsatzstelle interessant ist. Der große Vorteil solcher Akkugeräte liegt darin, dass sie schnell einsatzbereit sind und ohne zusätzliche Hydraulikleitungen genutzt werden können. Gerade bei engen Einsatzstellen oder wenn mehrere Trupps gleichzeitig arbeiten, kann das ein deutlicher Vorteil sein.

Wehrführer Manuel Gemmer dankte im Anschluss allen Beteiligten für ihre Teilnahme und hob die Bedeutung dieser Technik hervor. „Dass diese akkubetriebenen Geräte die neue Generation der Rettungstechnik sind, hat man heute Abend besonders gut gesehen“, so Gemmer. Auf den Hersteller Holmatro war er unter anderem durch die Partnerfeuerwehr im thüringischen Wechmar aufmerksam geworden. Dort sind entsprechende Geräte bereits im Einsatz und werden nach den dortigen Erfahrungen sehr positiv bewertet.

Auch Reinhold Weitzel, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Romrod, nutzte den Abend für einige Worte an die Anwesenden. Er berichtete, dass sich der Vorstand des Fördervereins erst kürzlich mit dieser modernen Rettungstechnik befasst habe. Umso mehr freue er sich, dass die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner nun die Gelegenheit hatten, die Geräte realistisch zu testen und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Ein weiterer Dank ging an Philipp Stock, der den Übungsabend mit der Kamera begleitete. Aus dem Material soll ein Video für die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Romrod entstehen. Stock bot zudem an, auch künftig Übungsabende filmisch zu begleiten. Weitzel machte deutlich, dass auch eine Feuerwehr heute an guter Öffentlichkeitsarbeit und Social Media nicht vorbeikommt. Umso wertvoller seien Menschen, die dabei helfen, die Arbeit der Feuerwehr sichtbar zu machen.

Als Zeichen des Dankes überreichte Reinhold Weitzel an Philipp Stock und an Julia Koppenhöhl jeweils eine Feuerwehr-Tasse der Freiwilligen Feuerwehr Romrod.

Für die beteiligten Einsatzkräfte war der Abend ein wichtiger Baustein in der Ausbildung. Verkehrsunfälle gehören zu den Einsatzlagen, bei denen ruhiges Arbeiten, klare Absprachen und sichere Handgriffe besonders wichtig sind. Der Übungsabend zeigte eindrucksvoll, wie moderne Technik die Arbeit der Feuerwehr unterstützen kann, wenn sie gut ausgebildet und sicher beherrscht wird.

Fotos: Volker Schwenzfeier, Gruppenbild: Philipp Stock

Zurück zum Anfang