Nach den Waldbränden: 1300 Meter Schlauch gereinigt
Von Volker Schwenzfeier
Mit dem Ende eines Einsatzes ist die Arbeit der Feuerwehr noch lange nicht abgeschlossen. Nach den beiden Waldbrandeinsätzen zwischen Romrod und Alsfeld mussten die Fahrzeuge und das eingesetzte Material direkt wieder einsatzbereit gemacht werden. Alles, was vor Ort genutzt wurde, wurde kontrolliert, gereinigt, instandgesetzt oder bei Bedarf ausgetauscht.
Die größte Nacharbeit fand am gestrigen Abend am Gerätehaus in der Jahnstraße Romrod statt. Dort trafen sich mehrere Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, um die im Einsatz verwendeten Schläuche zu reinigen. Dabei wurde deutlich, wie umfangreich die beiden Einsätze tatsächlich waren – insgesamt waren rund 1300 Meter Schlauch im Einsatz.
Schläuche, die bei einem Waldbrand genutzt werden, sind oft stark verschmutzt. Erde, Ruß, Wasser und Pflanzenreste setzen dem Material zu. Deshalb müssen sie nach dem Einsatz gründlich gereinigt, geprüft und wieder so vorbereitet werden, dass sie beim nächsten Einsatz sofort zur Verfügung stehen. Diese Arbeit ist körperlich anstrengend, braucht Zeit und passiert meist im Hintergrund.
Knapp fünf Stunden beschäftigten sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte allein mit der Reinigung und Kontrolle der Schläuche. Damit haben sie einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Feuerwehr nach den Waldbrandeinsätzen wieder zuverlässig einsatzbereit ist.
Die gesamten Nacharbeiten werden im Hintergrund noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Insbesondere im Fachbereich Beschaffung müssen nun einzelne Ausrüstungsgegenstände bewertet und bei Bedarf ersetzt werden. Trotz der teilweise noch laufenden Nacharbeiten sind die Brandschützer aus der Schlossstadt wieder einsatzbereit und stehen den Bürgerinnen und Bürgern von Romrod wie gewohnt zur Verfügung.
Gerätewart Oliver Becker dankte allen Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung bei der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft aller eingesetzten Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände. „Diese Arbeit sieht man selten, aber sie ist für unsere Feuerwehr unverzichtbar“, machte Becker deutlich.
Ein großer Dank gilt allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die nicht nur bei den Einsätzen selbst, sondern auch danach mit angepackt haben. Genau diese Arbeit im Hintergrund sorgt dafür, dass im nächsten Ernstfall wieder schnell und sicher geholfen werden kann.