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Finanzen, Wohnen, Umwelt, Mobilität: SPD Romrod lud zum Gespräch ins Bürgerhaus

Was braucht es, damit Romrod eine Heimat mit Zukunft bleibt? Dieser Frage widmete sich die erste Veranstaltung der Reihe „Romrod, lass uns reden!“, zu der die Sozialdemokraten kürzlich ins Bürgerhaus eingeladen hatte. Ziel war es, miteinander ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und gemeinsam Ideen für die Zukunft Romrods zu entwickeln.

Einen Überblick über aktuelle kommunalpolitische Themen gab Stadtverordneter Horst Blaschko mit einem Einblick in die laufenden Haushaltsberatungen. Angesichts der angespannten finanziellen Lage sei es entscheidend, klare Prioritäten zu setzen. „Als Oppositionspartei setzen wir auf eine Haushaltspolitik mit Augenmaß und sozialer Handschrift. Wir schauen genau hin, wo sinnvoll gespart werden kann, damit steigende Hebesätze für die Romröderinnen und Romröder möglichst vermieden werden“, betonte Blaschko. Zu den derzeitigen Infrastruktur-Projekten zählten unter anderem der Ausbau des Brandschutzes im Kindergarten, die Sanierung einer Brücke inklusive Radweg sowie Investitionen in Hochwasserschutz und Wasserversorgung.

Im Anschluss sprach Fraktionsvorsitzender Christof Croonenbrock über die Themen Wohnen und Umwelt. „Wir wollen, dass unsere Ortskerne lebendig bleiben und neuer Wohnraum sich am tatsächlichen Bedarf orientiert“, so Croonenbrock. Dafür brauche es eine systematische Erfassung von Leerstand, erleichtertes Bauen im Bestand und die Schaffung kleinerer Wohneinheiten für Einzelpersonen oder Seniorinnen und Senioren. Ob ein überdimensioniertes Baugebiet für Einfamilienhäuser in Romrod tatsächlich zeitgemäß sei, stellte er zur Diskussion. Auch der Umwelt- und Naturschutz spiele eine zentrale Rolle: „Mir ist als Förster besonders wichtig, dass wir verantwortungsvoll mit Boden, Gewässern und Grünland umgehen. Dazu gehört, unnötige Versiegelung zu vermeiden und naturnahe Gestaltung zu fördern.“

Spitzenkandidatin Julia Rausch stellte die Bedeutung von Beteiligung und Transparenz in den Mittelpunkt. „Politik lebt davon, Menschen kontinuierlich mitzunehmen – transparent, offen und niedrigschwellig“, erklärte Rausch. Geplant sei daher, Bürgerdialoge auszubauen, Beiräte zu stärken und regelmäßig über den Stand politischer Projekte zu informieren. Romrod solle zudem ein Ort bleiben, an dem man gut jung sein und alt werden könne. „Wir setzen auf Jugendbeteiligung, gute Betreuungsangebote und einen konsequenten Mehrgenerationenansatz“, so Rausch. Eine besondere Rolle spiele dabei auch das Vereinsleben, weshalb dem ehrenamtlichen Engagement zukünftig große Wertschätzung entgegengebracht werden solle.

Auch Themen der Kreisebene fanden Raum im Austausch. Landtagsabgeordneter Maximilian Ziegler setzte in seinem Beitrag einen Schwerpunkt auf die Mobilität. Für den Vogelsberg müsse künftig gelten: mehr Bus, mehr Bahn, mehr Möglichkeiten. „In einem Flächenlandkreis wie dem Vogelsberg ist Mobilität allgegenwärtig – ob auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit“, so Ziegler. Damit Mobilität auch ohne eigenes Auto gelinge, brauche es eine deutliche Verbesserung der Vogelsbergbahn sowie bedarfsgerechte On-Demand-Angebote. „Wir wollen, dass der Vogelsberg Mobilitätsmodellregion wird. So können wir Neues ausprobieren und unsere Heimat mit Zukunft aktiv gestalten“, betonte Ziegler.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich: Romrod verfügt über großes Potenzial. Diskutiert wurden unter anderem die Ausweisung neuer Bauplätze, der Ausbau erneuerbarer Energien, der Neubau der Brücke über die Antrift sowie geplante Brunnennbohrungen. Abschließend zog Spitzenkandidatin Julia Rausch ein positives Fazit: „Der Auftakt unserer Veranstaltungsreihe hat gezeigt, dass es in Romrod ein großes Interesse am Austausch gibt – darüber, was gut läuft, und darüber, wo wir noch besser werden können. Wir wollen weiter zuhören, diskutieren und gestalten, damit Romrod eine Heimat mit Zukunft bleibt.“

Das letzte SPD-Bürgergespräch findet am kommenden Montag, 9. Februar, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Zell statt.

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