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Jahreshauptversammlung: Freiwillige Feuerwehr Romrod blickte auf 2025 zurück

Von Volker Schwenzfeier

Die Freiwillige Feuerwehr Romrod hat am Freitagabend vergangener Woche im Bürgerhaus ihre Jahreshauptversammlung für das Berichtsjahr 2025 durchgeführt. Im Mittelpunkt standen die Berichte aus Verein, Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr, dazu Grußworte, Wahlen, Beförderungen und der Dank an viele Unterstützerinnen und Unterstützer.

Eröffnung, Gäste und Totenehrung

Der Vorsitzende Reinhold Weitzel eröffnete die Versammlung und hieß Mitglieder und Gäste willkommen. Als Gäste konnte er unter anderem Susanne Sturm als Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Stadtverordnetenvorsteherin Christiane Schlitt und Stadtrat Hans Jürgen Mühlberger begrüßen. Weitere Gäste waren Willy Eifert als Leiter der Ehren- und Altersabteilung, die Stadtverordneten Horst Blaschko (SPD) und Marius Gemmer (CDU), die Vorsitzende der SPD Romrod, Julia Rausch, sowie Rudolf Marx, Landrat a.D.

Reinhold Weitzel

Aus der Feuerwehrführung begrüßte Weitzel den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Steffen Brassel sowie den 2. stellvertretenden Stadtbrandinspektor Volker Schwenzfeier. Stadtbrandinspektor Björn Müller war entschuldigt. Aus der Nachbarschaft waren unter anderem Mirco Köhler als Vertreter der Feuerwehr Kirtorf, der Gerätewart der Stadt Romrod und Wehrführer aus Nieder-Breidenbach, Oliver Becker, sowie er Wehrführer aus Zell, Christopher Kelbassa, anwesend. Ebenso nahm Steuerberater Martin Decher teil.

Ein stiller und würdiger Moment war die Totenehrung. Die Versammlung gedachte dabei den im Berichtsjahr verstorbenen Vereinsmitgliedern.

Bericht des Vorsitzenden Reinhold Weitzel

Reinhold Weitzel berichtete über die Vereinsarbeit im Jahr 2025. Der Verein zählt zum 1. Januar 2026 insgesamt 314 Mitglieder. Im Berichtsjahr fanden mehrere Vorstandssitzungen statt. Weitzel nannte außerdem wichtige Beschlüsse des Vereins, darunter die Installation von Rauchmeldern in Bereichen der Feuerwehr sowie die Anschaffung eines automatisierten externen Defibrillators.

Im Jahresverlauf prägten verschiedene Termine und Aktionen die Vereinsarbeit. Dazu gehörten die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung der Partnerfeuerwehr Wechmar sowie die traditionelle Himmelfahrtswanderung mit rund 40 Teilnehmenden. Auch Termine auf Verbandsebene wurden wahrgenommen.

Für die Dorfgemeinschaft wurden Projekte unterstützt. Dazu zählten unter anderem neue Spielgeräte auf Spielplätzen sowie eine Baumpflanz-Aktion. Der Verein war außerdem bei der Kranzniederlegung zum Volkstrauertag vertreten und beim Weihnachtsmarkt in Romrod aktiv.

Zum Abschluss seines Berichtes dankte Weitzel seinem Vorstandsteam und allen, die den Verein mit Zeit, Ideen und praktischer Hilfe unterstützen.

Bericht des Wehrführers Manuel Gemmer

Wehrführer Manuel Gemmer blickte auf ein forderndes, aber erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Die Einsatzabteilung wurde zu vielen unterschiedlichen Lagen alarmiert, von technischen Hilfeleistungen bis zu Brandeinsätzen. Gemmer hob besonders die sehr gute Zusammenarbeit der Stadtteile hervor. Ob im Einsatz oder bei der Ausbildung, das Miteinander funktioniere zuverlässig und auf Augenhöhe.

Manuel Gemmer

Ein Schwerpunkt war erneut die Ausbildung. Die Einsatzabteilung leistete im Jahr 2025 rund 400 Übungsstunden. Gemmer dankte allen Kameradinnen und Kameraden, die regelmäßig am Übungsdienst teilnehmen, und besonders den Ausbildern für ihren Einsatz.

Ein großer Dank ging an den Förderverein für die Unterstützung, unter anderem bei der Ausstattung und der Verpflegung an Übungsdiensten. Ebenso würdigte Gemmer die Jugendfeuerwehr und die Arbeit der Betreuerinnen und Betreuer. Sein Dank galt auch der Stadt, der Verwaltung und den politischen Gremien sowie den Familien, die den Dienst im Ehrenamt mittragen.

Als Einsätze, die besonders in Erinnerung geblieben sind, nannte Gemmer den Brand im ehemaligen Landhotel am 12. Januar (Bild.de), eine Hilfeleistung an einem Gewässer am 19. April, einen umgestürzten LKW am 5. August sowie den Gartenhüttenbrand am 27. Dezember.

Bericht des Jugendfeuerwehrwarts Stefan Bing

Jugendfeuerwehrwart Stefan Bing berichtete, dass der Mitgliederbestand im Jahr 2025 bei drei Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren lag. Insgesamt wurden 67 Ausbildungsstunden durchgeführt, vor allem in der feuerwehrtechnischen Ausbildung.

Zu den Aktionen zählten die Weihnachtsbaumsammelaktion am 11. Januar, eine Winterwanderung, der Besuch der Eishalle in Lauterbach sowie im Rahmen der Ferienspiele ein Besuch des Gefahrenabwehrzentrums in Gießen. Auch Kürbisschnitzen vor Halloween gehörte zum Programm.

Bing dankte allen Helferinnen und Helfern und nannte dabei ausdrücklich Franziska Steuernagel, seinen Stellvertreter Thomas Bing sowie Markus Schwegler.

Bericht der Kassenverwalterin Franziska Steuernagel

Kassenverwalterin Franziska Steuernagel berichtete, dass der Verein finanziell solide aufgestellt ist. Die Einnahmen stammen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden sowie Erlösen aus Veranstaltungen und Projekten. Die Mittel wurden im Berichtsjahr gezielt eingesetzt, unter anderem für Vereinsprojekte sowie zur Unterstützung von Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr.

Steuernagel dankte allen Mitgliedern und Unterstützern, die mit Beiträgen, Spenden und persönlichem Einsatz dazu beitragen, dass diese Arbeit möglich ist. Als Kassenprüferinnen wurden Nina Körner und Sophie Gemmer benannt.

Wahlen und Bestätigungen

Ein weiterer Punkt der Jahreshauptversammlung waren Wahlen und Bestätigungen. Der stellvertretende Vorsitzende Volker Schwenzfeier nimmt seit der letzten Jahreshauptversammlung das Amt des Pressewarts kommissarisch wahr. Vorsitzender Reinhold Weitzel fragte in die Versammlung, ob sich aus den Reihen der Mitglieder jemand für dieses Amt zur Verfügung stellt. Da sich niemand meldete, schlug Weitzel vor, dass Schwenzfeier das Amt zunächst weiterführt, bis eine Nachbesetzung möglich ist. Die Versammlung stimmte diesem Vorschlag einstimmig zu.

Zudem erklärte Willy Eifert, dass er künftig nicht mehr als Sprecher der Ehren- und Altersabteilung innerhalb des Fördervereins zur Verfügung steht. Seine Funktion als Beisitzer im Vorstand möchte er weiterhin ausüben. Da die Aufgabe des Sprechers der Ehren- und Altersabteilung satzungsgemäß nicht mit einer eigenen Vorstandsposition verbunden ist, schlug Reinhold Weitzel Franz Krautwurst als neuen Sprecher vor. Krautwurst ist bereits als Beisitzer im Vorstand tätig und erklärte sich bereit, diese Aufgabe zusätzlich zu übernehmen. Die Versammlung stimmte dem Vorschlag mit einer Gegenstimme zu.

Grußworte aus Verband, Nachbarschaft, Stadt und Partnerfeuerwehr

Susanne Sturm, Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, unterstrich die Bedeutung der Feuerwehren für die Gesellschaft und dankte ausdrücklich allen Aktiven und auch den passiven Mitgliedern für ihren Beitrag.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Steffen Brassel überbrachte die Grüße des Stadtbrandinspektoren-Teams. Er gratulierte den neu gewählten Vorstandsmitgliedern sowie den Beförderten und Geehrten. In seinem Rückblick beschrieb Brassel 2025 als einsatzreiches Jahr, das mit einem größeren Brand begann und zum Jahresende erneut mit einem größeren Brand endete. Dazwischen habe es viele Hilfeleistungen gegeben, etwa Tragehilfen und Einsätze nach Ölspuren. Brassel hob die gute Zusammenarbeit zwischen den Stadtteilen besonders hervor.

Ein Grußwort sprach auch Mirco Köhler als Vertreter der Feuerwehr Kirtorf. Er betonte, dass es für ihn eine besondere Situation sei, an diesem Abend vorne zu stehen, da er selbst aktiver Feuerwehrmann in Romrod ist und seit 2025 zudem als stellvertretender Stadtbrandinspektor in Kirtorf tätig ist. Köhler dankte für die gute Zusammenarbeit und die nachbarschaftliche Hilfe. Als Beispiel nannte er einen Brand am Campingplatz in Heimertshausen, bei dem die Einsatzabteilungen Romrod und Zell zur Unterstützung nachalarmiert wurden.

Stadtrat Hans Jürgen Mühlberger überbrachte als Vertreter von Bürgermeister Hauke Schmehl die besten Wünsche des Magistrats. Er dankte dem Verein und seinen Mitgliedern für die wichtige Arbeit und betonte, wie beeindruckend dieses Engagement immer wieder sei.

Ein weiteres Grußwort kam von der Partnerfeuerwehr aus Wechmar. Wehrführer Jens Grothe bedankte sich bei den Romröder Kameradinnen und Kameraden für die gute Kameradschaft und die Einladung. Gleichzeitig sprach er die Gegeneinladung zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Wechmar am 17. Januar 2026 aus. Grothe ging darauf ein, dass die Einsatzlage in Wechmar der in Romrod sehr ähnlich sei. Auch dort würden technische Hilfeleistungen weiter zunehmen, weshalb man die Herausforderungen gut nachvollziehen könne. Er wünschte allen Einsatzkräften, dass sie stets unbeschadet von ihren Einsätzen zurückkehren, und wünschte der Versammlung im Anschluss noch einige schöne Stunden.

Den Abschluss der Grußworte machte Kamerad Andreas Well. Er bedankte sich für die persönliche Unterstützung im vergangenen Jahr und machte deutlich, wie Kameradschaft und gegenseitige Hilfe in der Feuerwehr ganz praktisch gelebt werden.

Beförderungen

Im Rahmen der Versammlung nahm der 2. stellvertretende Stadtbrandinspektor Volker Schwenzfeier Beförderungen vor. Zu Oberfeuerwehrmännern und Oberfeuerwehrfrauen wurden befördert: Franziska Steuernagel, Maximilian Stehr, Benjamin Eifert, Mathis Hartmann, Lukas Emmrich, Andreas Well und Marius Gemmer.

Beförderungen zu Oberfeuerwehrmännern und Oberfeuerwehrfrauen

Schwenzfeier dankte den Beförderten für ihren Einsatz und die Bereitschaft, Lehrgänge zu besuchen und sich das notwendige Wissen anzueignen. Ein besonderer Dank ging an die Familien, die diesen Dienst mittragen, weil sie im Alltag immer wieder zurückstecken müssen, damit Hilfe für andere möglich ist.

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