Gemeinsame Übung der Feuerwehren Romrod und Zell: Wasserversorgung ohne Hydrant trainiert
Von Volker Schwenzfeier
Rund 20 Einsatzkräfte der Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren aus Romrod und Zell haben am vergangenen Donnerstag einen gemeinsamen Übungsabend durchgeführt. Schwerpunkt war die Löschwasserversorgung, also die Frage, wie im Einsatzfall genügend Wasser zur Brandbekämpfung bereitgestellt werden kann, wenn kein Hydrant in der Nähe ist.
Geleitet wurde die Übung vom 1. stellvertretenden Stadtbrandinspektor Steffen Brassel. Zunächst entnahm ein Löschfahrzeug Wasser aus einem offenen Gewässer. Anschließend verlegten die Einsatzkräfte eine lange Schlauchleitung und bauten einen mobilen Wasserbehälter mit 2000 Litern Fassungsvermögen als Zwischenpuffer auf. Aus diesem Behälter entnahm ein weiteres Löschfahrzeug das Wasser und gab es über zwei Strahlrohre ab.
Ziel der Übung war zum einen das Zusammenspiel der beiden Einsatzabteilungen. Zum anderen konnten beide Löschfahrzeuge unter realistischen Bedingungen getestet werden, insbesondere die Pumpentechnik im Aufbau und im laufenden Betrieb. Ein weiterer Bestandteil war eine praktische Unterweisung zur Pumpentechnik und zu Besonderheiten beim Ansaugen aus offenem Gewässer. Dabei kann beispielsweise Schmutz oder Sand mit angesaugt werden, was die Technik belastet und besondere Aufmerksamkeit erfordert. Romrods Wehrführer Manuel Gemmer unterstützte hierbei die Ausbildung.
Übungsleiter Steffen Brassel zeigte sich im Anschluss zufrieden mit dem Verlauf. Er betonte die gute Zusammenarbeit der Einsatzabteilungen aus Romrod und Zell und bedankte sich bei allen Beteiligten für die Teilnahme. Regelmäßige gemeinsame Übungen seien ein wichtiger Baustein, damit im Einsatzfall Abläufe sicher ineinandergreifen und die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert.
Die Einsatzabteilung Romrod trifft sich regelmäßig am ersten Donnerstag im Monat zum Übungsabend. Der nächste Termin ist am Donnerstag, 2. April 2026, um 20 Uhr am Gerätehaus in der Jahnstraße. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. Deine Nachbarn machen Feuerwehr – komm und mach mit!


