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Stadt Romrod Vogelsbergkreis

16.11.2018

5000 Euro aus dem Sozialministerium -

Land Hessen unterstützt das in Romrod angesiedelte Projekt „FairFahrt“ / Digitale Mitfahrbank zur Erhöhung der Mobilität von Senioren und Jugendlichen

Andreas Stein, Stefan Grüttner (Hessischer Minister für Soziales und Integration),

Birgit Richtberg und Mike Decher bei der Scheckübergabe (von links).

ROMROD/WIESBADEN (red). Bei „FairFahrt“ wurde die Idee zum Programm:
Vier junge Männer vom Land (zum Teil jetzt in Großstädten lebend) machten sich Gedanken darüber, wie es ihren Eltern möglich sein würde, recht lange selbstbestimmt und selbstständig zu bleiben, wenn der eigene Pkw nicht mehr genutzt werden kann. Als wichtigste Mobilitätsachse wurde für die Stadt
Romrod die Verbindung zwischen dem Grundversorgungszentrum in Romrod und den umliegenden Orten identifiziert. Vor dem Hintergrund bereits bekannter und erprobter Modelle der „Mitfahrbank“
entstand die Idee der digitalen Mitfahrbank. Kürzlich hatte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner
(CDU) die Romröder Erfinder nach Wiesbaden eingeladen, um das Projekt mit 5000 Euro im Rahmen des Wettbewerbs „Aktion Generation – lokale Familien stärken“ zu unterstützen. Auf die Ehrung in Wiesbaden wies Romrods Bürgermeisterin Birgit Richtberg (CDU) im Bericht aus dem Magistrat am Dienstagabend hin. Sie wolle sich auch in Zukunft für das Projekt „FairFahrt“ einsetzen, um es bekannter zu machen. Die beiden „FairFahrt“-Gründer Andreas Stein und Mike Decher erklären den Hintergrund ihrer Idee. Das Konzept Fair-Fahrt sei als individuelle Idee junger Menschen zunächst für Ältere in Romrod entstanden. „Es ist heute kostenfrei und für jeden nutzbar, begleitet durch das Mehrgenerationenhaus Romrod sowie gefördert als Umsetzungsprojekt im Rahmen des Modellvorhabens des Bundesministeriums für Raumordnung MoDaVo“, berichteten Stein und Decher. Mittlerweile sei die räumliche Erweiterung ebenso in der Diskussion wie die Entwicklung einer App, die die Mobilität von Schülern über die Landkreisgrenzen hin verbessern könnte. Für die erste Stufe des Projektes in Romrod fanden sich spontan Sponsoren aus der Wirtschaft, die den Projektstart  ermöglichten (unsere Zeitung berichtete). Das Projekt soll in Romrod dauerhaft implementiert werden. „Unser Ziel ist es, die „Fair-Fahrt“ als Instrument zur Vernetzung der Menschen miteinander ebenso wie auch zur Vernetzung mit den haupt- und ehrenamtlichen Akteuren und Angeboten des Sozialraums umfassend nutzbar zu machen und weiter zu entwickeln“, erklärten Stein und Decher. Und weiter: „Die Erreichbarkeit aller Einrichtungen der lokalen Daseinsvorsorge, unabhängig vom ÖPNV sowie
einem eigenen Pkw, insbesondere für Senioren und Kinder und Jugendliche über 12 Jahren war uns wichtig.“ Hierzu wurden in allen Stadtteilen sowie im Nahversorgungszentrum Stationen (eigene
Konstruktion auf der Basis von Tablets) aufgebaut, an denen von registrierten „Mitfahrern“ ein Mitfahrwunsch abgeschickt werden kann. Es handele sich um ein geschlossenes System registrierter
Personen, niedrigschwellig und barrierefrei.