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Stadt Romrod Vogelsbergkreis

16.11.2020

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Romröderinnen und Romröder,

es fällt mir nicht leicht, die richtigen Worte zu finden, um die ehrliche Dankbarkeit und Wertschätzung auszudrücken, die ich in diesen Tagen empfinde.

 

 

Gemeinsamer Erfolg

In allen Orten von Romrod waren viele Menschen unermüdlich unterwegs, um über die Vorteile von schnellem Internet über Glasfaser zu informieren und zu überzeugen. Ihnen und allen Vertrags*nehmerinnen haben wir es zu verdanken, dass mehr als 50 % der Haushalte in Romrod zusammenkamen. Schon im Dezember dieses Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen! Damit gewinnt Romrod einen großen Infrastrukturvorteil für alle Menschen, die auf schnelles Internet angewiesen sind. Das war mir ein persönliches Anliegen und es war ein unglaublich gutes Gefühl, Teil dieser Bewegung zu sein. Gemeinsam haben wir es geschafft – vielen Dank!

Dank und Anerkennung: Gestern wie Heute

In diesen Novemberwochen laufen normalerweise die Vorbereitungen für die letzten Veranstaltungen des Jahres.

Die gemeinsame Andacht zum Volkstrauertag am 15.11.2020
am Friedhof in Romrod wird in diesem Jahr nicht stattfinden
.

Auch an dieser Stelle sollen Begegnungen vermieden werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Trotzdem gedenken wir der Menschen, unseren Vorfahren, die in den beiden großen Kriegen gefallen sind. Ihnen haben wir die Schritte zu Frieden, Freiheit und Demokratie zu verdanken. Mein besonderer Respekt gilt dieser Tage denjenigen, die damit betraut sind, diese wichtigen Güter auch heute zu schützen. Sie wahren das Recht des Staates – unabhängig von ihrer persönlichen Meinung und ohne Rücksicht auf die eigene Unversehrtheit. Ich hoffe von ganzem Herzen auf die nötige Anerkennung und die geschuldete Loyalität der großen Mehrzahl unserer Gesellschaft für diesen unverzichtbaren Dienst. Er braucht ebenso viel Kraft wie Mut und einen starken Rücken. Es ist an uns, dazu beizutragen.

Corona

Gerade während der Corona-Pandemie sind es die Soldatinnen und Soldaten, die Polizei, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie viele ehrenamtlich tätige Menschen, die Tag und Nacht ihre Pflicht tun, unterstützen und aushelfen und gegen Unrecht und Not ankämpfen. Es sind die Ärzt*innen, die Menschen in Kranken-, Alten-, Jugend- und Flüchtlingsarbeit, die trotz des Risikos jeden Tag mit viel Einsatz und Liebe betreuen, arbeiten und pflegen und die ehrenamtlichen  Einsatzkräfte und Helfer*innen in Feuerwehr, Hilfs- und Rettungsdiensten, die weiterhin  rund um die Uhr zum Einsatz bereit sind. Jeden Tag bleiben die Menschen pflichtbewusst und verlässlich an ihrem Platz, damit auch während der angeordneten Beschränkungen das tägliche Leben weitergehen kann. Die Unternehmer*innen in Gastronomie, Hotellerie und Kultur, unsere Selbständigen und die Vereine erfinden innovative und kreative Angebote, um die unkalkulierbare Herausforderung des Lockdowns und der Pandemie zu meistern. Jeder von ihnen verdient viel mehr als nur zu überleben. Ich wünsche und hoffe für alle, dass sie jetzt alle nötige Unterstützung erhalten und recht bald wieder mit Zuversicht in die Zukunft blicken können. Jeder von uns kann unsere örtlichen Betriebe unterstützen, indem er hier vor Ort kauft, einkauft und Gutscheine verschenkt: Wir lieben unsere Unternehmerinnen und Unternehmer, wir kaufen zu Hause!

Wenn wir gemeinsam motiviert, mutig, umsichtig und solidarisch handeln, dann schaffen wir es, den Schaden der Pandemie auszugleichen. Und dann können wir später sogar etwas Gutes daraus mitnehmen.

In der nun kommenden Weihnachtszeit werden uns besonders das Miteinander, die Gespräche und die Begegnungen fehlen.

Sowohl der alljährliche Romröder Weihnachtsmarkt als auch der
Lebendige Adventskalender können in diesem Jahr leider nicht stattfinden
.

Mein herzlicher Dank gilt allen Vereinen, Initiativen und Mitwirkenden für ihr Verständnis und ihre Solidarität. Wir halten alle gemeinsam die Luft an, warten darauf tief einzuatmen und mit neuer Kraft wieder einzusteigen. So stelle ich es mir vor. Danach. Nächstes Jahr.

Aber auch jetzt schon gibt es viele tolle Aktionen von wunderbaren Menschen, durch die Weihnachten in Romrod eine Herzensangelegenheit bleibt. Die Feuerwehrvereine haben mit den Feuerwehrautos zu St. Martin Weckmännchen an die Kinder verteilt. Der Elternbeirat der Grundschule plant einen digitalen Adventskalender voller Überraschungen und Aktivitäten. Das Mehrgenerationenhaus verschickt seit Beginn der Pandemie „Überraschungspost“ und bietet Einkaufshilfe für ältere und alleinstehende Mitmenschen an. Und es gibt noch mehr Ideen, mit denen wir Sie alle in der Weihnachtszeit überraschen wollen: Sie dürfen gespannt sein!

 

Bis dahin - bleiben Sie gesund!

 

Ihre Bürgermeisterin

Dr. Birgit Richtberg

 

Die Mail eines Bürgers mit folgendem Inhalt hat uns erreicht:

 

Verdanken wir wirklich unseren Soldaten, die gefallen sind, Frieden, Freiheit und Demokratie? Gewiss nicht. Ein deutscher Soldat, der im Kampf für Führer und Vaterland fiel, der kämpfte nicht für diese Werte, und auch im ersten Weltkrieg waren sie irrelevant.

Was ist mit den anderen Opfern des Nationalsozialismus?

Mit Romröder Bezug könnte man Rudolf Schmidt nennen, der Karfreitag 1945 auf offener Straße von einem deutschen Offizier ermordet wurde, man könnte Romröder erwähnen, die in Hadamar ermordet und verbrannt wurden. Gedenken wir am Volkstrauertag nicht auch den Romrödern, die Opfer des damalien Antisemitismus wurden? Ohne Lokalbezug exkludiert Dein Satz auch viele Millionen andere Opfer des Nationalsozialismus