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Stadt Romrod Vogelsbergkreis

22.11.2019

7.500 Euro für Mehrgenerationenhäuser im Kreis

Unterstützung der Bürgerstiftung "Gut für Oberhessen"

LAUTERBACH (ol). In einem Mehrgenerationenhaus (MGH) begegnen sich Menschen jeder Altersstufe und unterstützen sich gegenseitig. Die Mehrgenerationenhäuser in Schotten, Romrod und Homberg sind Vorbilder, wie sich diese besondere Form des Zusammenlebens organisierten lässt. Für ihre Arbeit erhielten die drei Häuser aus dem Vogelsberg jüngst eine Zuwendungen in Höhe von je 2.500 Euro.

Das Geld stammt aus den Erträgen der Bürgerstiftung „Gut für Oberhessen“. Landrat Manfred Görig überreichte gemeinsam mit Thomas Falk, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberhessen, die symbolischen Schecks. Sie wurden dankbar entgegengenommen von der Romroder Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg, dem Schottener Stadtverordnetenvorsteher Hans Dieter Herget sowie von Martina Koch-Lang vom MGH Schotten und Christiane Enders-Pfeil vom MGH Homberg. Das Geld wollen die Einrichtungen in ihre laufenden Projektarbeiten stecken, heißt es in der Pressemitteilung der Sparkasse Oberhessen.

Mehrgenerationenhäuser schließen eine Lücke, indem sie das Prinzip der Großfamilie in moderner Form neu beleben, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Sie würden sich als Orte der Begegnung, des Austausches und vor allem der gegenseitigen Unterstützung von Jung und Alt verstehen. Die Mehrgenerationenhäuser in Romrod, Homberg und Schotten haben dazu Angebote entwickelt, die genau auf die Bedürfnisse der Bewohner mit einbeziehen.

Förderung eines sozialen Vorbildmodells

„Die Mehrgenerationenhäuser schaffen einen Raum für Menschen jeden Alters und Herkunft. Ihre Angebote bauen Brücken und fördern soziales Engagement von Bürger zu Bürger. Für diese wichtige Arbeit in unserer Region danke ich Ihnen herzlich“, betonte Landrat Manfred Görig. Thomas Falk schloss sich dem Dank an und verwies auf die Vorbildfunktion der Mehrgenerationenhäuser: „Der demographische Wandel ist in aller Munde. Ihre Mehrgenerationenhäuser helfen älteren Menschen nicht zu vereinsamen und bieten Eltern mit Kindern ein großfamiliäres Umfeld.“ Das sei ein Modell, bei dem es nur Gewinner gäbe.

Die Bürgerstiftung „Gut für Oberhessen“ wurde Ende 2012 gegründet, um laut Pressemitteilung wohltätig-orientierten Menschen in der Wetterau und dem Vogelsberg eine Möglichkeit zu geben, sich zu engagieren und konkrete Projekte in der Region zu unterstützen. Das Stiftungsvolumen belaufe sich aktuell auf knapp 2,1 Millionen Euro. Ein Teil der Gelder wurde von Stiftern einem individuellen Stiftungszwecken zugeordnet. Andere Stifter hätten der Bürgerstiftung Kapital ohne festgelegten Zweck zur Verfügung gestellt. Die Erträge aus diesem Topf werden jährlich an Projekte in Oberhessen, wie den Mehrgenerationenhäusern, ausgeschüttet. Das Stiftungsvermögen selbst bleibt dauerhaft erhalten, für Stiftungszwecke werden allein die Erträge verwendet.