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Stadt Romrod Vogelsbergkreis

Romrod

Romrod hat 1380 Einwohner, eine Gemarkungsgröße von 1355 ha von denen etwa 500 ha landwirtschaftlich genutzt werden. Doch hinterläßt auch hier die Agrarkriese ihre Spuren, denn von den ehemals zahlreich vorhandenen landwirtscahftlichen Kleinbetrieben haben die meisten ihre Tätigkeit aufgegeben. Das Bild Romrods wie auch die Geschichte des Ortes werden ganz wesentlich vn seinem Schloß geprägt. Gewissermaßen ist die Geschichte des Schlosses auch die Geschichte Romrods. Ausgangspunkt zur Entwicklung des 1339 urkundlich erwähnten Dorfes "Rumerode" ist die ehemalige Burg gewesen. Wir dürfen annehmen, daß die Erbauung der Burg gegen Ende des 12. Jahrhunderts erfolgte, denn 1197 wird erstmals ein "Ludwig von Romrod" genannt. Um 1400 erwarben dann die Landgrafen von Hessen das Schloß.

Inmitten des größten Waldgebietes von Hessen gelegen, wurde dieses Gebiet zum beliebtesten Jagdterritorium des hessischen Landgrafen. Durch die Ansiedlung verschiedener Verwaltungsbehörden entwickelte sich Romrod zu einem Beamtenstädtchen und wurde von 1821 - 1830 gar Landratsbezirk mit Sitz des Landrates. Die aus dieser Blütezeit Romrods verbliebene Landesbehörde bildet das Forstamt Romrod.

Seine Stadtrechte erhielt Romrod vermutlich von Philipp dem Großmütigen, der oft hier weilte. Das älteste Siegel stammt aus dem Jahr 1553. Doch schon im Jahre 1408 hatte Landgraf Herman II Romrod einen Befreiungsbrief verliehen, der einer Stadtrechtsverleihung gleichzusetzen ist. 1604 fiel Romrod durch Erbteilung an die Linie Hessen - Darmstadt, welcher es bis 1918 und darüber hinaus verbunden blieb. Das Schloß, durch die Befreiungskriege verwahrlost, wurde zwischen 1878 und 1885 wieder instandgesetzt. Seine Glanzzeit fällt in das Jahr 1910, als der russische Zar Nikolaus mit seiner Gemahlin Alexandra (einer Schwester, des Großherzogs) hier weilte.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Großherzog Ernst Ludwig abgesetzt. Das Schloß blieb aber zunächst in seinem Besitz. Erst nach dem Tode im Jahr 1937 ging es in den Besitz des hessischen Staates über.

Nach dem zweiten Weltkieg diente das Schloß bis in die 70er Jahre als Unterkunft für Flüchtlinge und Vertreibene. Danach verviel es über viele Jahrzehnte in einen Dornrößcheschlaf.

Erst 1997 als es die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erwarb und bis ins Jahr 2002 instandsetzte, begann das Schoß wieder aufzublühen. Heute beherbergt das Schloß einen Hotelbetrieb und ist Sitz des Forums Landlicher Raum

Luftbild Romrod