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Stadt Romrod Vogelsbergkreis

LuWiA - Fragen, die immer wieder gestellt werden:

 

Warum wurde das Forsthaus nicht gleich ganz abgerissen?

Die gesamte Hofanlage stand unter Denkmalschutz. Auf Grund des Befalls mit Hausschwamm konnte die erste Hälfte des Hauses abgerissen werden. Die Hölzer des Fischhauses erwiesen sich nach dem Abbau als nicht mehr verwendungsfähig, so dass auch hier kein denkmalschützerischer Aspekt mehr vorhanden war. Das Südhaus jedoch sollte seitens der Denkmalschutzbehörde unbedingt gehalten werden. Als Ergebnis der im August vom Magistrat veranlassten Untersuchungen wurde ein deutlich höherer Umfang der zu kalkulierenden Ausgaben für die Sanierung nachgewiesen.
Erst in letzter Minute konnte mit diesen Argumenten und in Verbindung mit der Bedeutung des geplan-ten Projektes LuWiA nach intensiven Gesprächen mit der obersten Denkmalschutzbehörde erreicht werden, dass das Restgebäude abgerissen werden kann - wenn dort das Projekt „Leben und Wohnen im Alter“ verwirklicht wird.

Was unterscheidet das geplante Projekt „Leben und Wohnen im Alter“ in Romrod von anderen Pflegeheimen?

Es muss nicht gewinnmaximierend betrieben werden, sondern nur kostendeckend. Das gilt für die Stadt Romrod als künftige Eigentümerin der Anlage ebenso wie für den künftigen Betreiber. Da es sich nicht nur um ein Pflegeheim, sondern um Wohngruppen handelt, die nach dem Prinzip kleiner Hausgemeinschaften leben, ist es ein Leben wie in der Familie – zuhause in Romrod. Mit der Tagespflege kön-nen pflegende Angehörige entlastet und Einsamkeit vermindert werden. Letzteres gilt umso mehr für die Begegnungsstätte, die allen kostenfrei offen steht und zum lebendigen Mittelpunkt für Aktionen des Mehrgenerationenhauses, von Vereinen, Institutionen und engagierten Menschen werden soll.
LuWiA ist nicht nur unter finanziellen Aspekten eine gute Sache für Romrod, sondern insbesondere für den sozialen Zusammenhalt und die Attraktivität der Stadt.

Gute Gründe für das Projekt „Leben und Wohnen im Alter“ in der Zeller Str. 3:

Ein guter Platz, mitten im Ort, wo die älteren Menschen mitten im Ort lange aktiv bleiben und ein gutes und selbst bestimmtes Leben führen können, weil alle Wege kurz und barrierefrei sind.
Die älteren Menschen bleiben in unserer Mitte – mitten in Romrod: sehen und gesehen werden, Men-schen treffen und dabei sein in Romrod. Nahe bei Familie, Freunden und Bekannten.
Ein Projekt, das sich für die Stadt Romrod lohnt. Es trägt sich selbst, weil es Fördermittel und einen Mie-ter gibt, der der Stadt die eingesetzten Eigenmittel über 30 Jahre zurückzahlt. Es ist eine sinnvolle Investition, weil die Rücklagen der Stadt für die Errichtung eines Gebäudes verwendet werden, dessen Eigentümer die Stadt Romrod dauerhaft bleiben wird. Dieses Geld bringt Zinsen: rein auf das Geld bezogen und auch in menschlicher Hinsicht: Für die älteren Menschen und für ihre Familien. Eine weitere Bele-bung unserer kleinen Stadt, der Ortsmitte, unseres örtlichen Gewerbes und das Angebot eines attrakti-ven Arbeitsplatzes mitten in Romrod.

Wann geht es los?

Die Übergabe an den Mieter ist für April 2019 geplant. Auf Grund der neuen Entwicklungen (Kündigung des Mietvertrags) kann sich die Eröffnung ggf. verschieben. Wir hoffen auf einen Start spätestens im Frühherbst 2019.

Welche Kosten sind für einen Platz zu erwarten?

Die Kosten für einen Pflegeplatz in diesem Haus werden nicht höher sein, als in anderen Einrichtungen in der Umgebung. Sowohl der Fördermittelgeber als auch das Hessische Baumanagement überwachen die Baukosten. Die tatsächlichen Kosten für die jeweiligen Plätze werden zwischen Betreiber und Sozialhilfeträger sowie den Pflegekassen vereinbart.

Wird die Engstelle in der Zeller Straße beseitigt werden?

Es ist geplant, die Gehwege zu verbreitern und die Durchsicht durch die Engstelle zu verbessern. Die Engstelle selbst wird nicht beseitigt werden können. Die Straßenführung könnte nur verändert werden, wenn auch das Fachwerkhaus Nr. 6 in der Entstelle abgebrochen werden würde. Ansonsten müsste ein Großteil des Grundstücks Zeller Straße 3 für eine ganz neue Straßenführung verwendet werden. Weiter-hin stellt sich die Frage, ob es tatsächlich sinnvoll wäre, die Engstelle zu beseitigen, da der Verkehr in der Zeller Straße in diesem Fall noch schneller werden würde. Die Querungshilfe an der Kreuzung zur B49 würde damit deutlich unsicherer für die Fußgänger.

Warum wurde das Landhotel nicht zur Senioreneinrichtung umgebaut?

Das Landhotel gehört der Stadt Romrod nicht und es stand nicht zum Verkauf, als das Projekt LuWiA begonnen wurde. Fördermittel für ein Modellprojekt hätten hier nicht zur Verfügung gestanden. Der Grundgedanke von LuWiA „mitten in Romrod“ wäre hier nicht umsetzbar gewesen.

Wird das Projekt LuWiA Steuererhöhungen für die Bürger zur Folge haben?

Nein, denn das Investitionsprojekt verursacht keine laufenden Kosten, sondern stattdessen in den folgenden Jahren Einnahmen für den laufenden Haushalt. Das Haus selbst stellt einen Gegenwert zu den investierten Finanzmitteln der Gemeinde dar und belastet die Bilanz nicht.

Warum ist der Vertrag mit dem Betreiber SozioVita gescheitert?

Es wurde von dem Betreiber (=Mieter) SozioVita unter Androhung der Kündigung eine Klausel im Miet-vertrag verlangt, mit der das betriebswirtschaftliche Risiko einseitig von dem Mieter auf den Vermieter (Stadt Romrod) übergehen sollte. Dem konnte die Stadt Romrod nicht zustimmen.

Will die Stadt Romrod auf Kosten der älteren Menschen Geld verdienen?

Nein. Die Stadt kann und will mit dem Projekt kein Geld verdienen. Das Ziel ist, über den langen Zeit-raum von 30 Jahren die für den Bau eingesetzten Geldmittel zurück zu bekommen. Deshalb verzichtet die Stadt gerade in der Anfangszeit auf höhere Mieten zulasten der Bewohner des Hauses. Angestrebt ist eine langfristige Durchschnittsmiete in einer für den Vogelsberg üblichen Höhe.

Sind die Baukosten aus dem Ruder gelaufen?

Nein. Die Baukosten pro Pflegeplatz liegen mit 109.600 € noch unter dem Durchschnitt. Die Änderung der Baukosten beruht auf der Umplanung des Hauses. Dem gegenüber stehen mehr Plätze und deutliche Verbesserung in der Raumaufteilung, also auch eine höhere Miete und attraktivere Räume für die Be-wohner. Die Steigerung der Kosten zwischen der Umplanung und dem heutigen Baukostenstand liegt mit 11 % im Rahmen dessen, was auf Grund der Baukonjunktur üblich ist.

Was wäre wenn………..

  • Der Mieter ausfällt?

Die Stadt Romrod ist Eigentümer des Hauses. Es gibt in den nächsten 30 Jahren definitiv einen Bedarf für Pflegeleistungen, so dass die Einkünfte für die Stadt auch durch einen anderen Betreiber erbracht werden könnten - oder falls sich tatsächlich kein Mieter fände - im Eigenbetrieb gedeckt wären.

  • Kosten für Unterhaltung oder Renovierung anfallen?

Laut dem Mietvertrag sind die Anschaffungskosten der beweglichen Inneneinrichtung, aber auch die Instandhaltung aller Innenflächen und aller technischen Anlagen und Einrichtungen komplett beim Mieter. Die Stadt ist ausschließlich für die Erstellung des Gebäudes und Instandhaltung von "Dach und Fach" d.h. Dacheindeckung, Dachabdichtung und Fassade zuständig.