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Stadt Romrod Vogelsbergkreis

15.05.2018

Ode an Romrod

Herzlichen Dank an Syrdal von Ro!

Kleine Stadt im Antrifttal

 

Unter hohen Kastanienbäumen

hält sich das alte Schloss versteckt,

als würde es von Zeiten träumen,

die die Geschichte längst zudeckt.

 

Gelegen an den „Kurzen Hessen“,

waren oft hochadlige Herrn

hier zu Besuch zum Rotwildschießen,

begleitet von der Hunde Lärm.

 

Des Jagdschlosses einstige Herren

sind keines Schusses fähig mehr,

auch wenn man ihnen manche Ehren

bewahrt in der Historie Lehr.

 

Der Kanzleiturm mit stolzer Spitze

überragt der Bäume Kronen,

im Westturm mit der Schiefermütze

konnt’ vor Zeiten man gut wohnen.

 

Von dort erblicket man die Hütten

all der fleiß’gen Wiesenbauern,

am Antriftbach Gehöfte stehen,

die sich eng zusammenkauern.

 

Der Markt, umsäumt von Fachwerkhäusern,

mit hübschen Bildern an der Wand,

ist Kulisse für frohe Feiern,

die man hier kennt im Hessenland.

 

Gleich vis-à-vis die alte Kirche

mit ihrem hohen Glockenturm –

klingend Geläut die Bittgebete

zum Himmel trägt durch Tones Sturm.

 

Im Jahre des Herrn Vierzehn-null-acht

– so wurde amtlich festgestellt –

hielt’s Landgraf Hermann für angebracht,

dass „Rumerod“ Stadtrecht erhält.

 

Seither erblühen Schloss und Weiler

durch Handel und fleißig’ Gewerk,

den Bürgern ist ihr Städtchen teuer,

sie schätzen Romrods Daseinswert.

 

Die kleine Stadt im Tal der Antrift

ist froher Menschen Heimatort

in sanfter Wald- und Wiesenlandschaft –

wer heut’ hier lebt, geht nie mehr fort.

 

 

© Syrdal 2018